HNA, 23./24. Januar 2010
Melsungen. Mit Spezialetiketten für weltweit vertriebene Arzneiprodukte ist das Melsunger Druckunternehmen Faubel & Co. Nachfolger stark auf Wachstumskurs. Neun Millionen Euro investiert die Firma in eine zweigeschossige Produktionshalle, die derzeit am Schwarzenberger Weg entsteht, und in Maschinen und Anlagen, die die Druckkapazität annähernd verdoppeln sollen.
Diese Investition, jüngste Etappe einer Folge ständiger Um- und Erweiterungsbauten, trägt einer bemerkenswerten Aufwärtsentwicklung Rechnung. Mit 18,1 Mio. Euro im Vorjahr (plus 8,5 Prozent) machte der Druckspezialist laut Geschäftsführer Reinhard Kuge fast doppelt so viel Umsatz wie 2005. Annähernd jeder zweite Euro werde inzwischen auf dem Exportsektor verdient.
Basis des Erfolgs ist eine Erfindung, die Faubel 1996 vorgestellt und inzwischen für weltweite Medikamentenstudien etabliert hat: Etiketten in Form von Begleitheftchen, auf deren Seiten sich Informationen in vielen Sprachen unterbringen lassen. Auf das Produkt, das noch bis 2017 patentgeschützt ist, greifen führenden Pharmahersteller zurück, wenn sie bei internationalen Tests ihre Produkte mit den nötigen Begleitinformationen versehen müssen. Bis zu 81 Seiten stark sind die Etikettenheftchen aus Melsungen. „Wir glauben, dass wir weltweit der einzige Hersteller sind, der das kann“, sagt Reinhard Kuge. Die Hälfte des Umsatzes mache Faubel als Zulieferer für solche klinischen Studien.
Vor kurzem hat Faubel eine Tochterfirma in den USA gegründet und plant dort bis 2012 auch den Aufbau einer Produktion. In den ganzen Vereinigten Staaten gebe es praktisch nur einen Wettbewerber im Geschäft mit solchen multifunktionalen Etiketten, sagt Produktentwickler Marco Zajac.
Von Axel Schwarz
Faubel - Spezialist für Spezial-Etiketten-Lösungen - Verpackungslösungen für die pharmazeutische Industrie - Klinische Studien
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